ALL ABOUT NOTHING

Ein Stück über Kinderarmut | Ab 12 Jahren
Koproduktion pulk fiktion mit dem FFT Düsseldorf und dem Theater Bonn in Kooperation mit dem FWT
Ausgezeichnet mit dem JugendStückePreis des Heidelberger Stückemarkts 2017

All About Nothing

Fotos: © CHRISTOPH WOLFF

Wie werde ich zum der, die ich bin, durch das was ich habe? Kann ich alles werden, wenn ich nur fest genug an mich glaube? Oder ist Armut erblich? Oder ist Geld nur eine Erfindung? Was heißt es, mitten im Überfluss arm zu sein?

"All about Nothing" sensibilisiert Zuschauer ab 12 Jahren für die sozialen Machtstrukturen einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft und schafft eine Öffentlichkeit für die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Armut. Dabei richtet pulk fiktion den Blick auf deren Sichtbarkeit sowie Unsichtbarkeit im sozialen Leben.
Die performative Collage, basierend auf einer intensiven Recherche mit Kindern und Jugendlichen, sucht nach unerwarteten und überraschenden Sichtweisen jenseits von Stigma und Romantisierung.
Mit unterschiedlichen Mitteln wie Sprache, Tanz, Zeichnungen, Projektionen, Musik und nicht zuletzt den O-Tönen der Kinder und Jugendlichen selbst wird eine fiktive Armutsbiografie entworfen. Dabei wird die soziale Dimension von Kinderarmut und ihre kulturell und medial geprägten Bilder aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und szenisch erforscht. Assoziativ-poetische Bilder stehen neben schmerzlich realen.

pulk fiktion hat sich 2008 in Bonn gegründet. Ihr Stück „Konferenz der wesentlichen Dinge“ (2015) erhielt Einladungen zu einer Reihe von Festivals. 2016 wurde pulk fiktion mit dem George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnet.
Die Produktion „All about Nothing“ wurde zu „WESTWIND – 33. Theatertreffen NRW für junges Publikum“ und zu den „Spielarten NRW 2017“ eingeladen und mit dem JugendStückePreis des Heidelberger Stückemarkts 2017 ausgezeichnet.

www.pulk-fiktion.de

Gefördert durch die Stadt Köln, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Fonds Darstellende Künste.

"Nichts dabei. Offene Dramaturgien im Kinder- und Jugendtheater am Beispiel von 'All about Nothing' von pulk fiktion." Ein Essay von Carina Eberle. Hier zum Download.
Carina Eberle hat im Rahmen des NRW-Stipendienprogramms Freie Kinder- und Jugendtheater an der Stückentwicklung von "All about Nothing" teilgenommen.

Mit Norman Grotegut, Elisa Hofmann, Manuela Neudegger, Sebastian Schlemminger | Inszenierung Hannah Biedermann und Eva von Schweinitz | Ausstattung Stephanie Zurstegge | Choreografie Elisa Hofmann | Sounddesign und computergesteuerte Elemente Sebastian Schlemminger | Dramaturgie/NRW Stipendium Carina Eberle | Produktion Zwei Eulen – Büro für Kulturkonzepte

Vorstellungsdauer 65 Minuten. Keine Pause
Köln-Premiere 30. September 2016

Die nächsten Vorstellungstermine / Kartenbuchung

Presse

„Fernab von Sozialromantik und politisierter Opferrolle hat pulk fiktion, basierend auf Recherchen mit Kindern und Jugendlichen, ein Stück erarbeitet, das eben nicht mit dem mahnenden Zeigefinger agiert, sondern aus Originalaufnahmen und poetischen Szenen eine Realität schafft, die eindringlich ist.“ Rheinische Post

„Gradlinig und unaufgeregt zeigen sie (pulk fiktion) den gesellschaftlichen Zynismus, der sich wie eine Decke über die Kinder legt und sie mit ihren Nöten unsichtbar macht.“ Neue Rheinische Zeitung

"Statt ihre Zuschauer mit Fakten zuzuschütten, entwickelt pulk fiktion eine Aufführung, die ihren Charme und ihre Eindringlichkeit zwischen kleinen Spielszenen, Projektionen, Zeichnungen und bei Musik entfaltet. (...) Ein hochaktuelles Problem, dessen sich die mit dem diesjährigen George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnete Theatergruppe annimmt." kultura extra

"Dass nicht immer etwas hinkommt, wo nichts ist, und warum das so ist, zeigt das preisgekrönte Ensemble pulk fiktion in seinem Jugend-Stück (...) für junge Zuschauer ab 12. Doch nicht nur die können staunen, wie fantasievoll und leichtfüßig die Regisseurinnen Hannah Biedermann und Eva von Schweinitz das Thema Kinderarmut anpacken. (...) In Deutschland leben zwei Millionen arme Kinder und Jugendliche. Die im Dunkeln sieht man nicht - gut, dass pulk fiktion das Licht anmacht." Kölnische Rundschau

"Pulk fiktion zeigen Armut als strukturelles Problem, an dem Kinder nur das Leid, aber keine Schuld tragen. Die Stückentwicklung basiert auf Interviews. Treten die Performer auf Kontaktstellen auf dem Bühnenboden, sind Auszüge aus den Gesprächen zu hören. Eine sehr kluge Entscheidung, Kinder selber zur Wort kommen zu lassen. So sprechen pulk fiktion nicht über sie (hinweg) und vermeiden auch das ästhetische Schreckgespenst vieler Jugendstücke: pädagogischen Anspruch." nachtkritik