DAS GROßE HEFT

Nach dem Roman von Agota Kristof
Dramatisiert von Rolf Johannsmeier

Deutsche Uraufführung am 23. November 1991

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen 1992
"Aufführung des Monats" beim Kölner Theaterpreis 1992

Das große Heft

Fotos: Michael Fehlauer

Die Zwillinge Claus und Lucas gelangen aus der heilen Welt ihres Elternhauses in den Krieg. In der Fremde, wo das Niemandsland beginnt, lässt sie die Mutter allein zurück. Bei einer groben, lästerlichen alten Frau, die ihre Großmutter sein soll. Die Leute nennen sie Hexe und Mörderin. "Hundesöhne", lacht die Großmutter, " ich werde euch zeigen, wie man lebt!" Aber was sie zum Überleben brauchen, bringen sie sich selbst bei: betteln, hungern, schlachten, töten. Sie lernen das Alphabet einer dreckigen Jugend am Rande des Krieges: auch die Hölle kann Welt werden, wenn man sie lesen und zu leben versteht.

Mit Cornelius Dane, Shereen Horami, Dieter Scholz, Jörg Walesch | Inszenierung Rolf Johannsmeier | Ausstattung Momme Röhrbein | Musik Cornelius Dane, Jörg Walesch, Rolf Johannsmeier | Dramaturgie Berthold Buschmann | Regieassistenz/dramaturgische Mitarbeit Anja Kraus | Öffentlichkeitsarbeit Ingrid Berzau | Organisation Jürgen Horn | Technische Leitung Olaf Bader | Licht Reinhard Goldmann | Ausstattungsassistenz Tilo Steffens | Bauten Hauke Helmer

Vorstellungsdauer ca. 150 Minuten. Eine Pause
Premiere 23. November 1991

Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur, Frankfurt am Main

Presse

"Die knappe präzise Sprache der Ungarin setzt der Hausregisseur des Freien Werkstatt Theaters Johannsmeier temporeich und grell um. Für die vielen Personen, die Agota Kristof zitiert, braucht er nur zwei weitere Darsteller. (...) Schnelle Kostümwechsel lassen wieder und wieder neue Szenen aufflammen. Ein Psychodrama, in dem mit wenigen Accessoires viel Irr-Sinn Leben eingehaucht wird." StadtRevue

"Das Stück zeichnet sich durch seine Realitätsnähe gegenüber der gängigen Pflichtlektüre in der Schule aus. Besonderen Spaß bietet die ausgezeichnete Darstellung der vier Schauspieler, denen es gelingt, in wechselnden Rollen die unterschiedlichen Charaktere hautnah auf die Bühen zu bringen. Dieter Scholz ist in der Rolle der Großmutter kaum zu überbieten, soadass man am Ende das Männergesicht der schreckllichen Alten nicht mehr wahrnimmt. Fazit: absolut empfehlenswert!" Jörg Veith

"Das Quartett füllt die Spanne des Lebens, die zwischen Schreien und Flüstern, zwischen Suhlen und Schmutz und zartem Kinderlied liegt, mit vehementer gestalterischer Kraft." Kölnische Rundschau