Der talentierte Mr. Ripley

Nach dem Roman von Patricia Highsmith | Bühnenfassung von Bastian Kraft

Alexandra

Foto: ©MEYER ORIGINALS

Nach dem frühen Tod seiner Eltern hat Tom Ripley nichts als Benachteiligung und Demütigungen erfahren. Vom Glücksversprechen des amerikanischen Traums ist ihm nichts geblieben als eine Geschichte des Scheiterns. Als der reiche New Yorker Werftbesitzer Herbert Greenleaf ihn beauftragt, seinen Sohn und Firmenerben Richard aus einem Leben des Müßiggangs in Italien nach Hause zurück zu holen, sieht Tom seine Chance gekommen. Endlich will er sich das nehmen, was ihm – wie er glaubt – zusteht. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht.

 

Patricia Highsmith schuf mit Tom Ripley die Figur eines Mörders, der durchaus Sympathien zu wecken versteht. Skrupel kennt der verhinderte Schauspieler nicht, wohl aber stürzt das Leben mit einer Lüge ihn mehr und mehr in tiefe Ängste, tagtraumartige Halluzinationen und quälenden Ichverlust.

Thomas Hupfer war am FWT als Schauspieler („X-Freunde“) zu sehen. Mit „Der talentierte Mr. Ripley“ legt er hier nach „Lenz“ seine zweite Regiearbeit vor.

Mit Mona Mucke, Dennis Laubenthal, Felix Strüven | Inszenierung Thomas Hupfer | Bühne Christoph Wedi | Kostüme Heike Engelbert | Musik Gregor Koppenburg

Premiere 27. September 2017
Vorstellungsdauer 140 Minuten (inkl. 1 Pause)

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Presse

"In dieser Inszenierung geht es um ein Psychogramm von Tom Ripley, da wird gezeigt, wie dieser Mensch sich entwickelt. (...) Felix Strüven spielt sehr gut, nuanciert. (...) Man fiebert mit. (...) Es ist ein intensiver Abend, der auch durch die clownesken Einlagen durchaus unterhalten kann, und somit ist es auf jeden Fall gelungen." WDR 3 Mosaik

„Zwei Schauspieler und eine Schauspielerin reichen Regisseur Thomas Hupfer, um das Stück zu inszenieren. (…) Der talentierte Mr. Ripley’ passt wunderbar zum Motto ‘Lüge und Wahrheit’, unter das das Freie Werkstatt Theater diese Spielzeit gestellt hat.” report-k.de

"Thomas Hupfer tat gut daran, die psychologischen Kammerspiel-Aspekte (...) herauszuarbeiten. (...) Letzten Endes ist man fasziniert vom Spiel der Akteure." Kölnische Rundschau

"Ein Requisit Ripleys, gespielt von Felix Strüven, verweilt (...) als zeitloser Weggefährte: sein mannshoher Überseekoffer. Der in dessen Deckel befindliche Spiegel, mit dem Ripley leitmotivisch Monologe führt, offenbart Strüvens Können, das Janusköpfige des Protagonisten spielerisch einzufangen. (...) Hervorzuheben ist hierbei auch die Funktion des Licht- und Tonspiels von Christoph Wedi, das den Zuschauer immer wieder in die düstere, rastlose Seele führt. (...) Ein kurzweiliges und zum FWT-Spielzeitschwerpunkt „Lüge und Wahrheit“ passendes Theatererlebnis. Dass dies nach einer durch die Filmindustrie beförderten, gleich zweifachen Erhebung des Stoffs in den Rang eines Klassikers noch möglich ist, spricht Bände: über die engagierte Leistung des Ensembles, zuletzt aber auch über die Schöpferin Ripleys, deren 'klammheimliche Sympathie für Missetäter', wie Highsmith es selbst formulierte, wir bei Aufführungen wie dieser gerne teilen." choices

"Die Inszenierung, die Regisseur Thomas Hupfer auf die Bühne bringt, lotet die Gründe und Abgründe eines faszinierenden Charakters aus. (...) Strüvens Tom Ripley verändert sich mit jeder Lüge, die ihm geglaubt wird, mit jedem Schachzug, der ihm glückt, hin zu einem skrupellosen Menschen, dessen Körperhaltung und Sprache selbstvewusst werden, der von sich selbst überzeugt, ja geradezu berrauscht ist. (...) Dennis Laubenthal übernimmt nach Dickies Ableben die Rollen des Freundes Freddy und eines Kommissars. (...) Beide Charaktere... geben der Handlung... gehörigen Pep und Schwung. Ein insgesamt höchst unterhaltsamer Theaterabend, den das Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnte." meinesuedstadt.de