GELD, WIR MÜSSEN REDEN!

oder DER KAUFMANN VON KOSMOPOLIS

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Der Mensch und das Geld, eine wunderbare Beziehung. Geld ist Freiheit, Geld ist Zukunft, Geld ist Glück. Lange Zeit galt das so, doch nun kriselt es. Der Zins schwindet dahin, und das Geld fühlt sich missachtet, wertlos, ungeliebt. Es ängstigt sich, ersetzt zu werden – durch Finanztransaktionen, durch Bitcoin-Algorithmen und andere Konkurrenten. Es fürchtet den Augenblick, in dem der Satz fällt: „Geld, wir müssen reden!“ Denn das hieße, die große Liebe ist vorbei. Deshalb spielt das Geld noch einmal seine alte Stärke aus. „Mehr, mehr, mehr! Du kannst gar nicht genug von mir kriegen, stimmt’s?“

Das Geld ist nicht weg, es ist nur woanders, hieß es nach dem Bankencrash von 2008. Aber was, wenn das Geld tatsächlich verschwindet, weil es nicht mehr gebraucht wird? In Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ spielen die Reichen Komödie. Welches Spiel, welche Rollen finden sich heute, in einem weltumspannenden Kosmopolis?

Konzept/Entwicklung/Performance Eva-Maria Baumeister, Carl Bruchhäuser, Kristin Schuster, Guido Rademachers, Mirka Ritter und Regina Rösing | Assistenz Marianna Schmid

Premiere 3. September 2020, 20:00 Uhr